1. Apr. 2025, 11:13 Uhr
Rekordstart für die Schlossbadi Frauenfeld: Über 330'000 Gäste im ersten Betriebsjahr
Die Schlossbadi blickt auf ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr zurück: 331'728 Besucherinnen und Besucher nutzten im Jahr 2024 das Angebot. Das sind rund 30 Prozent mehr als im letzten vollständigen Betriebsjahr. Die hohe Auslastung zeigt, dass die Schlossbadi den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht.
In ihrem ersten Betriebsjahr verzeichnete die Schlossbadi einen regelrechten Besuchendenrekord und das trotz deutlich weniger Sonnentage als im Vergleichsjahr 2019. Roman Brülisauer, Leiter des Amts für Freizeit und Sport der Stadt Frauenfeld, führt den Erfolg auf die Kombination von Hallen- und Freibad zurück: «Der Vorteil der Schlossbadi ist, dass mit einem Eintritt oder einem Abonnement sowohl das Hallenbad als auch das Freibad benutzt werden kann. So können die Badegäste bei schlechtem Wetter ohne Mehrkosten im Hallenbad ihre Runden ziehen oder das Sprudelbad geniessen.» So sei die Nachfrage auch an wetterunbeständigen Tagen konstant hoch geblieben.
Angebote für alle Generationen Die neuen Attraktionen und ausgebauten Angebote wie beispielsweise die zwei zusätzlichen Schwimmbahnen, das vergrösserte Sprudelbecken und die Rutschbahnen haben zur gesteigerten Nutzung beigetragen. Das Kleinkinderbecken mit bunten Wasserattraktionen sei ein besonderer Anziehungspunkt gewesen, wie Andreas Frei, Leiter der Schlossbadi, unterstreicht:«Das neue Planschbecken war ein voller Erfolg – Kinder wie Eltern waren begeistert.» Für ältere Kinder und Jugendliche war die 70 Meter lange Rutschbahn mit Zeitmessungein echter Höhepunkt. Sie sorgte laut Andreas Frei nicht nur für Spass, sondern auch für einen «zusätzlichen Ansporn und Wettkampfstimmung.» Die erweiterten Wasserflächen ermöglichen überdies ein Nebeneinander von öffentlichem Schwimmen, Schulbetrieb, Kursangeboten und Vereinsnutzung.
Stadtrat und Vorsteher des Departements Thurplus, Freizeit und Sport, Fabrizio Hugentobler, unterstreicht ausserdem die bedeutende gesellschaftliche Funktion der Schlossbadi. Er betont, dass die Badi nicht nur zur Standortattraktivität von Frauenfeld, sondern vor allem auch «aktiv zur Gesundheitsförderung und zur Begegnung von Klein und Alt» beitrage. Ausserdem gelte es auch die soziale Dimension der Schlossbadi als sehr positiv zu bewerten, wie Roman Brülisauer erklärt. «Wer die Schlossbadi zu unterschiedlichen Zeiten besucht hat, weiss, wie vielfältig das Publikum ist – vom ambitionierten Frühschwimmer bis zur planschfreudigen Familie», betont er. Bewegung, Ausgleich und soziale Kontakte würden hier auf ganz natürliche Weise zusammenkommen, was ein zentrales Element moderner Freizeit- und Sportanlagen sei. Ebenfalls trage die Badi auch zur Sicherheit der Bevölkerung bei, da viele Kinder in ihrem Wasser das Schwimmen lernten, wie Fabrizio Hugentobler erläutert.
Investition hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt Für Brülisauer bestätigt die hohe Nutzung auch den Erfolg der Investitionen:«Mit dem Neubau des Hallenbads konnten wir nicht nur neue Angebote schaffen, sondern gleichzeitig die Technik im Freibad modernisieren.» Das Gesamtkonzept des Architekturprojekts «Tag am Meer» habe sich in der Praxis bewährt. Besonders hebt Roman Brülisauer das Engagement von Architekt Christian Koller hervor, der die Betriebsabläufe in der Planung aktiv mitgedacht habe. Auch Andreas Frei betont, dass das neue Gewand und die Atmosphäre der Badi regelmässig von den Gästen gelobt wird: «Viele sagten, es sei endlich hell und geräumig – genau das wollten wir erreichen.» Fabrizio Hugentobler zeigt sich besonders erfreut darüber, wie gut die Schlossbadi von der Bevölkerung angenommen wird. «Schön, dass sich die Steuerzahlenden von Frauenfeld für diese Investition begeistern lassen konnten.», fügt er an.
Erfolgreicher Start mit klarer Perspektive Andreas Frei zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine durchwegs positive Bilanz: «Das erste Jahr war aufregend und zugleich sehr erfolgreich. Wir freuen uns, dass die von uns geplante Badi bei den Besuchern so gut ankommt.» Das Team der Schlossbadi habe sich von Anfang an auf viele Besucherinnen und Besucher vorbereitet. Der Besuchendenrekord begeistert sie jedoch trotzdem sehr: «Es macht einfach mehr Freude, wenn viele Leute da sind», so Frei. Auch Roman Brülisauer zeigt sich erfreut und betont, dass die Zufriedenheit der Gäste das oberste Ziel für ihn und das Team der Schlossbadi sei. Im ersten Betriebsjahr konnten viele Erfahrungen gesammelt und bereits einiges optimiert werden. Andreas Frei hat ein klares Ziel für die kommenden Betriebsjahre: «Auch in Zukunft werden wir mit viel Engagement dafür sorgen, dass sich unsere Gäste hier wohlfühlen.»
Medienmitteilung Thurplus vom 1. April 2025
Nachhaltig mit Fernwärme und Sonnenstrom
Zufrieden blicken die Verantwortlichen auf die Energiebilanz der Schlossbadi für das Jahr 2024, die als eines der ersten Hallenbäder in der Schweiz mit dem Minergie-P-ECO-Label ausgezeichnet wurde. Im Sommer 2023 wurde die neue Frauenfelder Badi an das Fernwärmenetz angeschlossen. Erstmals wurde ein komplettes Betriebsjahr ausgewertet.
Im vergangenen Jahr hat die städtische Versorgerin Thurplus rund eine Million Kilowattstunden Fernwärme zur Versorgung der Badi geliefert und damit für einen klimaneutralen Betrieb der Heizung gesorgt. Die Menge lag etwas unter dem prognostizierten Wert, was unter anderem dem milden Winter geschuldet war.
Fernwärme spart jährlich mehr als 500 Tonnen CO2 Die Zuführung von Wärme erfolgt in Form von Niedertemperatur-Fernwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Frauenfeld (ARA). Die thermische Energie wird in der Schlossbadi mit zwei hocheffizienten Wärmepumpen mit einer Leistung von je 850 kW in Nutzenergie umgewandelt und sorgt für eine angenehme Badetemperatur der vier Becken im Innenbereich, die eine Wasserfläche von 925 Quadratmetern haben. Daneben wird das Wasser für das Sportbecken im Freibad während des Saisonstarts temperiert. Fernwärme wird auch für Raumheizung, Lüftung sowie Brauchwassererwärmung genutzt. "In der Schlossbadi wird durch ein ausgeklügeltes System der Rückgewinnung auch eigene Abwärme aus der Lüftungsanlage und aus dem Abwasser genutzt. Die Anlagentechnik zählt zu den modernsten der Schweiz", erläutert Roman Brülisauer, Leiter des Amtes Freizeit und Sport. "Damit konnten wir im Jahr 2024 rund 570 Tonnen CO2 einsparen. Wir müssen als Kommune unserer Vorbildfunktion gerecht werden und Investitionen in nachhaltige Technologien sind wichtige Investitionen in die Zukunft."
Solarstrom zu 100 % Eigenverbrauch Der Stromverbrauch der Schlossbadi betrug im Jahr 2024 insgesamt rund 2.39 Mio. Kilowattstunden. Diese Energie wird für den Betrieb der Wärmepumpen, der Wasseraufbereitung, der Umwälzpumpen sowie für Lüftung und Beleuchtung benötigt. Die elektrische Energie für das gesamte Hallenbad wird ausschliesslich in Form von zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Quellen bezogen. Dieser stammt aus Schweizer Wasserkraftwerken und der auf der Dachfläche installierten Photovoltaikanlage.
"Mit den Solarmodulen konnten wir 356'000 Kilowattstunden Strom selbst produzieren und in der Schlossbadi zu 100 % selbst verbrauchen. Das entspricht etwa 15 Prozent des Gesamtstrombedarfs der Schlossbadi und liegt im Bereich unserer Planungen", erklärt Stadtrat Fabrizio Hugentobler, Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport. "Ein so hoher Eigenverbrauch ist natürlich wirtschaftlich gesehen ein optimales Ergebnis und liegt noch über unseren Prognosen, bei denen wir von einem Eigenverbrauch von ca. 90 Prozent ausgegangen waren", freut sich Fabrizio Hugentobler. Durch den Einsatz der PV-Anlage und den Anteil des Stroms, der deswegen nicht aus dem Stromnetz bezogen werden musste, konnten im letzten Jahr 85'000 Franken eingespart werden. Die Anlage, die auf einer Fläche von etwa 1'200 Quadratmetern installiert wurde und eine Leistung von rund 400 Kilowatt-Peak hat, wird im Contracting-Modell von Thurplus betrieben.
Die neue Schlossbadi ist damit nicht nur hinsichtlich der guten Besucherzahlen, sondern auch mit Blick auf die Energiebilanz ein Erfolgsprojekt. "Diese Leistung war auch aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen den städtischen Bereichen Freizeit und Sport sowie Thurplus möglich", stellt Fabrizio Hugentobler heraus.
Stadtrat Fabrizio Hugentobler, Roman Brülisauer, Leiter des Amtes Freizeit und Sport und Thurplus-Geschäftsleiter Peter Wieland haben erstmals ein komplettes Betriebsjahr der Schlossbadi ausgewertet und blicken zufrieden auf die Besuchszahlen und die Energiebilanz.